
Navigation mit Abbiegehinweisen kostet rund 2 MB pro Stunde. Google veröffentlicht dazu keine eigene Zahl, und nur ein einziger Test, den wir finden konnten, nennt seine Messmethode.
Was Navigation kostet
Ein veröffentlichter Test nennt seine Methode. WhistleOut fuhr zehn Strecken mit einem iPhone 7, im Schnitt vierzig Minuten und rund fünfunddreißig Kilometer, während die Navigation lief und ein Datenzähler im Hintergrund mitzählte. Der Test kam auf 0,73 MB pro zwanzig Minuten, also rund 2,2 MB pro Stunde.
Laut demselben Test brauchte Waze weniger als halb so viele Daten wie Google Maps, Apple Maps dagegen mehr. Alle drei brauchen so wenig, dass der Unterschied auf einer Reise keine Rolle spielt.
Der Test ist schon einige Jahre alt und lief auf einem Gerät von 2016. Nimm 2 MB pro Stunde deshalb als Größenordnung, nicht als exakten Wert. Selbst verdoppelt bleibt der Wert unter 5 MB pro Stunde.
Warum andere Seiten 5 bis 10 MB nennen
Wer danach sucht, liest auf Dutzenden Seiten 5 bis 10 MB pro Stunde. Keine davon nennt, wer das gemessen hat, mit welchem Gerät oder auf welcher Strecke.
Einen Test, auf dem diese Zahl beruht, haben wir nicht gefunden. Offenbar schreibt eine Seite von der anderen ab. In der Praxis ist das fast egal, denn bei beiden Werten fällt die Navigation im Datenverbrauch einer Reise kaum ins Gewicht.
Die Satellitenansicht kostet mehr, weil sie Luftbilder statt Vektorkacheln lädt.
Offline-Karten und Download-Größen
Die großen Datenmengen fallen bei den Offlinekarten an. Berichtet werden Größen von einigen hundert Megabyte für eine Stadt bis deutlich über ein Gigabyte für eine große Region. Die genaue Größe zeigt dir die App, bevor du den Download bestätigst, lies sie also dort ab und lade im WLAN herunter.

Zum Speichern suchst du einen Ort, tippst auf seinen Namen, dann auf das Dreipunkt-Menü und auf „Offlinekarte herunterladen“. Willst du den Ausschnitt selbst festlegen, tippst du auf dein Profilbild, dann auf „Offlinekarten“ und auf „Eigene Karte auswählen“. Unter Android legst du in den Einstellungen der Offlinekarten außerdem fest, ob Downloads mobile Daten nutzen dürfen.
Offlinekarten laufen ab. Steht eine Karte fünfzehn Tage oder weniger vor ihrem Ablaufdatum, versucht Maps, sie im WLAN zu aktualisieren. Prüf die Ablaufdaten also vor dem Abflug.
Was der Offlinemodus nicht abdeckt
Offline zeigt dir Maps Routen fürs Auto, aber keine mit Bus und Bahn, fürs Rad oder zu Fuß, und auch keine Verkehrslage und keine Ausweichrouten. Die Navigation klappt nur, wenn die gesamte Strecke im heruntergeladenen Bereich liegt. Für manche Länder und Regionen sperrt Google außerdem den Download von Offlinekarten. Probier ihn deshalb schon zu Hause aus, bevor du dich darauf verlässt.
Wie viele Daten du einplanen solltest
Bei jeder Reise ist die Navigation ein kleiner Posten. Eine Stunde Fahrt am Tag ergibt über zwei Wochen etwa 30 MB, weniger als zehn Minuten Netflix in der Standardeinstellung. Das Datenvolumen verbrauchen vor allem Videos und Downloads, und alles Weitere rechnet der Ratgeber zum Datenverbrauch auf Reisen zusammen.
Bei Atli hat jedes Reiseziel einen 1-GB-Tarif mit sieben Tagen Laufzeit, den du im Chat auf WhatsApp oder Telegram einrichtest. Bei rund 2 MB pro Stunde bräuchte die Navigation allein Hunderte Stunden, um ihn aufzubrauchen.
Google veröffentlicht keine Angabe. Der Stundenwert stammt aus dem iPhone-7-Test von WhistleOut, dem einzigen mit angegebener Methode.



