
Der Japan Rail Pass für sieben Tage kostet online ¥50.000. Ob er sich rechnet, hängt davon ab, wie weit du in dieser Woche fährst. Wo die Grenze liegt, lässt sich aus den veröffentlichten Fahrpreisen ausrechnen.
Was der Pass kostet
| Pass | Online gekauft | Über eine Agentur gekauft, ab 1. Oktober 2026 |
|---|---|---|
| 7 Tage, Standard | ¥50.000 | ¥53.000 |
| 14 Tage, Standard | ¥80.000 | ¥84.000 |
| 21 Tage, Standard | ¥100.000 | ¥105.000 |
Die Erhöhung betrifft Exchange Orders, die Reisebüros im Ausland verkaufen. Der Preis auf der offiziellen Reservierungsseite hat sich nicht verändert. Kaufst du den Sieben-Tage-Pass selbst online, sparst du also ¥3.000.
Ob der Online-Preis bleibt, ist offen. Die Japanische Fremdenverkehrszentrale JNTO bezeichnet ihn als zeitlich begrenzte Aktion, während die Seite des Betreibers kein Enddatum nennt.
Die Zahl, die zu schlagen ist
Die Fahrt von Tokio nach Kyoto kostet im Hikari mit Platzreservierung in der regulären Saison ¥13.850 pro Richtung. Der Sieben-Tage-Pass zu ¥50.000 rechnet sich also ab 3,61 dieser Fahrten. Kaufst du ihn ab 1. Oktober für ¥53.000 über eine Agentur, braucht er 3,83.
Das sind dreieinhalb Fernfahrten innerhalb einer Woche.
Die Fahrpreise in diesem Artikel gelten für Hikari- und Sakura-Züge, weil der Pass im schnelleren Nozomi nicht gilt.
Drei Reisen durchgerechnet
Tokio, Kyoto, zurück nach Tokio. Eine Richtung kostet ¥13.850, hin und zurück sind es ¥27.700. Der Pass kostet ¥22.300 mehr und damit fast doppelt so viel wie die Fahrkarten. Nimmst du in beide Richtungen den Narita Express dazu, der ¥3.140 pro Fahrt kostet, steigen die Fahrpreise auf ¥33.980, und der Pass kostet immer noch ¥16.020 mehr.
Tokio, Kyoto, Hiroshima, Tokio. ¥13.850 plus ¥11.300 plus ¥18.910 ergibt ¥44.060, und das sind ¥5.940 weniger als der Pass. Mit dem Narita Express in beide Richtungen werden daraus ¥50.340, und der Pass spart ¥340. Zum Agenturpreis von ¥53.000 kostet der Pass auf derselben Reise ¥2.660 mehr.
Tokio nach Hakata und zurück. Die Strecke umfasst den gesamten Tokaido- und Sanyo-Shinkansen von Tokio bis Kyushu. Mit Hikari- und Sakura-Zügen kostet eine Richtung mit einmal Umsteigen ¥22.590, hin und zurück sind es ¥45.180. Die Fahrkarten kosten damit immer noch ¥4.820 weniger als der Pass. Im Nozomi, in dem der Pass nicht gilt, kostet die Hin- und Rückfahrt ¥47.620. Auch das ist weniger als der Pass.
Eine der längsten Hin- und Rückfahrten im Shinkansen reicht also allein nicht aus, damit sich ein Sieben-Tage-Pass rechnet.
Das Nozomi-Problem
Im Nozomi und im Mizuho, den schnellsten Zügen, gilt der Pass auf keinem Platz, weder reserviert noch unreserviert. Er deckt Hikari und Sakura ab, die häufiger halten.
Gegen einen Aufpreis kannst du auch mit dem Nozomi fahren, allerdings nur in Japan und nur am Automaten oder am Schalter: ¥4.960 von Tokio nach Kyoto oder Shin-Osaka, ¥6.500 von Tokio nach Hiroshima. Zwei solche Aufpreise auf einer Hin- und Rückfahrt zwischen Tokio und Kyoto erhöhen die Kosten des Passes um ¥9.920.
Regionalpässe
Für eine Reise mit Kansai als Ausgangspunkt solltest du zuerst die Regionalpässe vergleichen. Ein Kansai-Hiroshima Area Pass für fünf Tage kostet ¥17.000. Die Hin- und Rückfahrt von Kyoto nach Hiroshima kostet mit Einzelfahrscheinen ¥22.600, der Regionalpass liegt also schon ¥5.600 vorn. Dabei sind der Expresszug vom Flughafen Kansai und die Fähre nach Miyajima, die der Pass ebenfalls abdeckt, noch nicht mitgerechnet.
Im Vergleich zum landesweiten Pass spart er ¥33.000.
Der Kansai Wide Area Pass kostet ¥12.000 für fünf Tage und deckt den Sanyo-Shinkansen bis Okayama ab. Der Kansai Area Pass kostet zwischen ¥2.800 für einen Tag und ¥7.000 für vier Tage, deckt keinen Shinkansen ab und passt, wenn die Reise nur Kyoto, Osaka, Nara und den Flughafen umfasst.
Keiner dieser Pässe deckt den Tokaido-Shinkansen zwischen Tokio und Kyoto ab. Auf diese Strecke ist der landesweite Pass ausgelegt, und eine Einzelfahrkarte dafür ist leicht zu kaufen.
Das Ende der Rabatte auf Rückfahrkarten
Am 14. März 2026 haben alle sechs JR-Gesellschaften den Verkauf von Rückfahr- und Durchgangsfahrkarten eingestellt, und mit ihnen entfiel der Rabatt von zehn Prozent auf Strecken über 600 Kilometer je Richtung. Die Strecken Tokio nach Hiroshima und Tokio nach Hakata waren früher beide rabattberechtigt. Tokio nach Kyoto war es mit 513 Kilometern nie.
Lange Hin- und Rückfahrten sind seitdem teurer, und der Pass schneidet im Vergleich etwas besser ab als 2025, allerdings nicht so viel, dass sich eine der Summen oben ändern würde. Break-even-Rechnungen von vor März 2026 beruhen noch auf den alten, rabattierten Fahrpreisen.
Wann der Pass sinnvoll ist
Kauf ihn für eine weitläufige Route. Eine Woche mit Tokio, Kanazawa, Kyoto, Hiroshima und zurück kommt auf mehr als ¥50.000. Die Pässe für vierzehn und einundzwanzig Tage sind pro Tag günstiger als der Sieben-Tage-Pass.
Außerdem sind der Narita Express und der Haruka ab Kansai ohne Aufpreis und mit reserviertem Platz enthalten, was bei einer Tokio-Reise hin und zurück etwa ¥6.000 ausmacht.
Es gibt auch ein Argument, bei dem es nicht ums Geld geht: Mit dem Pass sparst du dir die Fahrkartenautomaten und kannst die Pläne für den nächsten Tag noch am Vorabend ändern. Manche Reisende nehmen dafür die Mehrkosten in Kauf.
Preise von den Seiten des Betreibers, Stand 5. September 2026. Fahrpreise für Hikari und Sakura, reserviert, reguläre Saison.



